Jedes Quartal veröffentlichen wir auf unserer Website eine Quartalsübersicht für die Niederlande, Belgien, Frankreich und Deutschland. Darin teilen wir Ihnen die wichtigsten Trends und Erkenntnisse über den Arbeitsmarkt in dem Zeitraum mit. Aber welche Trends und Erkenntnisse lassen sich aus dem Vergleich der Übersichten dieser vier Länder gewinnen? Gibt es Gemeinsamkeiten oder eher große Unterschiede? Lesen Sie hier mehr!
Was teilen wir in der Quartalsübersicht?
Die Quartalsübersichten zeigen den Arbeitsmarkt des jeweiligen Quartals auf einen Blick. Man kann darin beispielsweise erkennen, für welche Berufe die Nachfrage im Vergleich zum Vorquartal am stärksten gestiegen oder gesunken ist. Es wird auch ersichtlich, wie viele freie Stellen wir in diesem Quartal gefunden und welche direkten Arbeitgeber und Vermittler die meisten Stellen ausgeschrieben haben. Zudem ist zu erkennen, wie das Verhältnis zwischen aktiv Arbeitssuchenden, latent Arbeitssuchenden und passiv Arbeitssuchenden aussieht. Auf diese Weise halten wir Sie über die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt auf dem Laufenden und Sie können die Einblicke für das Werben von Kandidaten nutzen. Hier finden Sie die Quartalsübersichten aller Länder, deren Arbeitsmarktdaten wir erheben:
Quartalsübersicht NiederlandeQuartalsübersicht BelgienQuartalsübersicht FrankreichQuartalsübersicht Deutschland
Hoher Personalbedarf im Bildungswesen in fast allen Ländern
Wenn wir uns ansehen, für welche Berufe der Personalbedarf gegenüber dem Vorquartal am stärksten gestiegen ist, ist zu erkennen, dass die Nachfrage nach Personal im Bildungswesen in vielen Ländern zugenommen hat. Das gilt für Deutschland, die Niederlande und Belgien. In Belgien rangiert der Beruf „Grundschullehrkraft“ sogar auf Platz eins der fünf stärksten Aufsteiger. Es erscheint logisch, dass die Nachfrage in diesem Berufsfeld gestiegen ist, weil wahrscheinlich viele Schulen die Planung ihrer Personalausstattung vor den Sommerferien abgeschlossen haben möchten.
Wenn wir uns ansehen, für welche Berufe der Personalbedarf gegenüber dem Vorquartal am stärksten zurückgegangen ist, fällt auf, dass die Nachfrage nach Personal im IT-Bereich in Frankreich gesunken ist. In den Niederlanden und Deutschland war im vergangenen Quartal unter anderem die Nachfrage nach Personal im Gesundheitswesen rückläufig. Für Belgien finden sich weniger Übereinstimmungen, wenn es um sinkenden Personalbedarf geht. Dort ist gegenüber dem Vorquartal vor allem die Nachfrage nach Personal im Bauwesen gesunken.
Viele Menschen suchen nicht oder nur latent nach Arbeit
Wie verhält es sich nun genau mit den aktiv Arbeitssuchenden, latent Arbeitssuchenden und Menschen, die nicht nach einer neuen Arbeitsstelle suchen, in diesen vier Ländern? Mit zusätzlichen Daten haben wir auch das untersucht. In den Niederlanden sind fast 60 % der arbeitenden Bevölkerung nicht auf der Suche nach einem neuen Job. Für Recruiter und Arbeitsvermittler ist es daher eine besonders große Herausforderung, Bewerber zu vermitteln und geeignete Personen zu finden. In Belgien, Deutschland und Frankreich sind die Anteile derjenigen, die nicht nach Arbeit suchen, in etwa gleich hoch und liegen bei jeweils 40 %.
Außerdem fällt auf, dass in Frankreich mit Abstand die meisten Menschen latent Arbeit suchend sind. Hier sprechen wir von über der Hälfte der erwerbstätigen Bevölkerung. Auch in Belgien, den Niederlanden und Deutschland ist der Anteil latent Arbeitssuchender nicht gering: In jedem dieser Länder liegt ihr Anteil zwischen 30 und 42 %.
Der Anteil derjenigen, die aktiv nach einem neuen Arbeitsplatz suchen, ist in keinem der Länder besonders hoch. Hier führt Belgien mit einem Anteil von fast 20 %. In der nachfolgenden Abbildung ist das Verhältnis von aktiv, latent und nicht-aktiv Arbeitssuchenden für alle vier Länder dargestellt.
Stärkste Personalvermittler
Wir haben uns auch angesehen, welche Personalvermittler im letzten Quartal viele offene Stellen zu besetzen hatten. In den Niederlanden, Frankreich und Deutschland ist Randstad einer der größten Personalvermittler des vergangenen Quartals. In Frankreich und Deutschland hat auch Manpower viele Stellen ausgeschrieben und Adecco war in Belgien und Frankreich sehr aktiv.
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Dann sehen Sie sich die ausführlichen Quartalsupdates aller Länder an. Natürlich können Sie sich auch an uns wenden, wenn Sie weitere Informationen wünschen oder eine spezielle Frage haben.
Die Sommerzeit beginnt. In manchen Unternehmen wird die Arbeit heruntergefahren, weil Mitarbeiter im Urlaub sind. Viele Unternehmen können in dieser Zeit des Jahres jedoch Verstärkung gebrauchen, um die Arbeit am Laufen zu halten, und bieten (vor allem jungen Menschen) Neben- und Ferienjobs an. Wie sieht der Arbeitsmarkt für Nebenjobs und Ferienarbeit derzeit aus? Lesen Sie hier unsere Erkenntnisse!
Wenn wir die Anzahl der Stellenangebote für Nebenjobs* betrachten, dann erkennen wir in der nachstehenden Grafik, dass die Nachfrage nach Nebenjobs bereits im Februar stark zunahm. Im März ist die Nachfrage leicht zurückgegangen. Dieser Anstieg lässt sich möglicherweise damit erklären, dass die Unternehmen ihren Personalbestand für die Sommermonate sicherstellen wollen. Danach bleibt die Nachfrage im April und Mai weitgehend unverändert. Unsere Daten deuten auch darauf hin, dass bis zum 25. Juni relativ wenige Stellenangebote für Nebenjobs vorliegen. Möglicherweise haben die Unternehmen ihren Personalbestand für die Sommerzeit bereits im Mai und Juni organisiert, sodass die Nachfrage nach Nebenjobs bereits leicht rückläufig ist.
Welche speziellen Tätigkeiten sind besonders gefragt? Wir haben für Sie für 2023 eine Top 10 von März bis Mitte Juni zusammengestellt. Diese finden Sie in der nachstehenden Abbildung. Es ist zu beobachten, dass die Unternehmen in diesem Jahr vor allem in den Bereichen Haushaltshilfe und Pflege nach Verstärkung suchen. Aber auch typische Nebenjobtätigkeiten wie Verkäufer und Zusteller sind beliebt.
Betrachtet man die Nachfrage nach Nebenjobs nach Branchen, so stellt man fest, dass die Nachfrage im Bereich der technischen Berufe am geringsten ist. Knapp 3 % aller Stellenangebote, die wir nach dem 1. Februar in unseren Daten gefunden haben, sind Stellenangebote für Nebenjobs im Bereich der technischen Berufe. Danach folgt der Bereich der Pflegeberufe mit knapp 5 %. Auf die Pflegeberufe folgt der IKT-Sektor, in dem 7,5 % aller Stellenangebote auf Nebenjobs entfallen. Die Branche mit dem höchsten Prozentsatz an Nebenjobs ist jedoch das Bildungswesen. Bei beachtlichen 16,4 % der Stellenangebote im Bildungswesen handelt es sich um Nebenjobs.
Welche Vermittler und Unternehmen sind vor allem auf der Suche nach Mitarbeitern, die sich einen Nebenjob wünschen? Der größte Personalvermittler ist Recrudo, gefolgt von Workwise und YoungCapital. Es überrascht nicht, dass sich YoungCapital unter den Top 3 der größten Vermittler befindet, da sich diese Agentur hauptsächlich auf die Vermittlung von Nebenjobs für junge Menschen konzentriert. Betrachtet man die größten direkten Arbeitgeber, die Mitarbeiter für einen Nebenjob suchen, so zählen Gizzimedia, Deutsche Bahn und Deloitte zu den Top 3.
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Die derzeit angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt stellt 2022 weiterhin für viele Unternehmen eine Herausforderung dar. Dies gilt auch für die IT-Branche. Aber was sind die neuesten Entwicklungen in der IT-Branche auf dem deutschen Arbeitsmarkt? Wie groß ist der Fachkräftemangel und welche Berufe sind besonders gefragt? Es ist Zeit, wieder einen genaueren Blick auf diese Branche zu werfen. In diesem Artikel erfährst Du alles darüber.
Unseren Arbeitsmarktdaten zufolge gab es vom 1. September 2022 bis heute fast 365.000 offene Stellen in dieser Branche. Aber welche Berufsbezeichnungen waren in letzter Zeit besonders gefragt? Das erfährst Du unten in unseren Top 10 der meist gefundenen Berufsbezeichnungen ab September 2022.
In der Abbildung unten findest Du eine Heatmap mit den gefundenen Stellenangeboten in ganz Deutschland auf ISCO-Ebene. Hier zeigt sich, dass die Nachfrage nach IT-Fachleuten vor allem im Westen und Süden von Deutschland größer als im Osten ist.
Die Vermittler mit den meisten IT-Stellenangeboten waren aktuell Workwise, Hays und Efinancialcareers. Bei Workwise fanden wir fast 9700 Stellenangebote, bei Hays fast 3800 Stellenangebote und bei Efinancialcareers fast 3600. Die Unternehmen (direkte Arbeitgeber), die Ende dieses Jahres am häufigsten nach IT-Fachkräften suchten, sind die Deutsche Bahn, Alten und Gulp Information Services.
Als Vermittler hast Du aufgrund des angespannten Arbeitsmarkts möglicherweise Schwierigkeiten, IT-Fachkräfte zu finden. Eine Zielgruppenanalyse von Jobdigger Insights zeigt, dass beispielsweise Softwareentwickler*innen sehr schwierig zu finden sind. 41 % dieser Zielgruppe sind latent auf der Suche nach einer Stelle. Diese Personen müssen also anders als IT-Fachkräfte, die aktiv nach einer neuen Stelle suchen, angeworben werden. Die größten Pull-Faktoren für Softwareentwickler*innen sind ein gutes Gehalt (60 %), eine Festanstellung (45 %) und abwechslungsreiche Arbeit (27 %). Tipp: Betone diese Pull-Faktoren besonders bei Deiner Arbeitsmarktkommunikation!
Sehen wir uns noch eine andere Berufsbezeichnung genauer an: die Fachinformatiker*innen. Auch bei dieser Zielgruppe zeigt Jobdigger Insights, dass diese Fachkräfte sehr schwer zu finden sind. 49 % der Zielgruppe sind latent auf der Suche nach einer neuen Stelle. Die größten Pull-Faktoren für Fachinformatiker*innen sind erneut ein gutes Gehalt (61 %), eine Festanstellung (42 %) und keine übermäßige Arbeitsbelastung (30 %).
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Die IT-Branche besteht aus einer von Jobdigger getroffenen Auswahl von ISCOs